Lenkdrachen

 

Zweileiner

Zweileinen-Lenkdrachen werden durch Zug an einer Leine nach rechts oder links gesteuert. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen vom kleinen Lenkeddy, über Trickdrachen bis hin zum grossen Powerkite, mit dem man problemlos Buggy fahren kann. 

Beispieldrachen "Bolero" von Invento-HQ:

Zweileiner Lenkdrachen HQ Bolerohttp://www.invento-hq.com

 

Dreileiner

Lenkdrachen mit drei Leinen sind zwar relativ selten auf der Drachenwiese anzutreffen, es gibt aber auch sie. Einer der bekanntesten Vetreter ist der "Trigon". Er und auch der "Synergy 333" werden mit einem dreieckigen Griff geflogen.

Vierleiner

Beim vierleinigen (Stab-)Lenkdrachen kann zusätzlich zu den beiden Steuerleinen noch der Anstellwinkel des Drachens verändert werden, so dass der Drachen vorwärts, seitwärts und rückwärts fliegen kann.

Beispiel "Revolution EXP" von Revolution Kites:

Revolution EXP
 

Lenkmatten (Parafoils)

Lenkmatten gibt es als Zwei- und als Vierleiner. Sie werden oft im Bereich Powerkiting und Buggy- bzw. Kiteboardfahren eingesetzt. Es gibt sie in Grössen von ca. 0,5 bis 14 (?) Quadratmeter. Lenkmatten sind meistens stablos und entwickeln ihr Profil durch einzelne Zellen. Es wird unterschieden zwischen Opencell-Kites und Closedcell-Kites. Bei den Opencellern sind die einzelnen Zellen geöffnet, beim Closedceller sind im allgemeinen Ventile eingebaut. Dadurch kommt Luft in die Kammern, jedoch nicht so schnell wieder heraus. Dadurch sind Closedcell-Kites auch auf dem Wasser verwendbar.

Beispiel "Beamer III 4.0" der Firma HQ Powerkites:


 

 

Tubekites

Beim Kitesurfen werden Drachen benötigt, die bei einer Landung im Wasser nicht untergehen und dessen Kraftentfaltung man dosieren kann. Aus diesem Grund sind solche Kite mit mehreren aufblasbaren Röhren (Tubes) ausgestattet. Dadurch schwimmt der Kite im Wasser immer oben. Desweiteren haben die Kite ein Depower-System, bei dem der Anstellwinkel zum Wind während des Fluges geändert werden kann, so dass der Kite von wenig bis voller Druck im Segel einstellbar und somit kontrollierbarer bleibt.

Beispiel "Vegas 08" von North Kiteboarding:

 

Closed-Cell Depower Matten

Die Symbiose Zwischen Tubekite und Matte. Diese Art von Drachen müssen nicht aufgeblasen werden, da sie sich, ähnlich wie normale Matten an Land, über Lufteinlässe wären des Fluges selbst befüllen. Im Gegensatz zu den an Land genutzten Depower-Matten sind sie durch ein Ventilsystem auch im Wasser startbar. Sie sind über eine, meist recht komplexe Wage, in der Lage Anstellwinkel und Form zu verändern und generieren so veränderbare Leistung. Meist besitzen sie etwas bessere Leichtwindeigenschaften als Tubekites, da ihr Gewicht deutlich geringer ist. Diese Art von Kite ist neben dem Kitesurfen auch zum Kitelandboarden und zum Snowkiten geeignet.

Beispiel "SPEED3 deluxe" von Flysurfer:
 

von Michael Strehle

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